Handwerker-Porträt

Praxisklassen im Landkreis Neu-Ulm

 

Die differenzierte Förderung von Mittelschülern stellt nach wie vor eine der großen Herausforderungen für das Bildungssystem dar.

Wie haben Jugendliche, die am Ende der 7. oder 8. Jahrgangsstufe kaum Aussicht auf einen erfolgreichen Mittelschulabschluss haben, für die der Besuch der Praxisklasse eine sinnvolle Alternative zur Regelklasse  darstellt.
Wichtigstes Merkmal der Praxisklasse ist die praxisorientierte Ausbildung in einem Unternehmen oder bei einem außerschulischen Bildungsträger. Der Anteil des theoretischen Unterrichts wird zugunsten der praktischen Tätigkeiten verkürzt. Der Besuch der Praxisklasse ist freiwillig und bietet die Möglichkeit über eine eigene Prüfung den erfolgreichen Mittelschulabschluss zu erreichen.

Die konkreten Erfolge in der praktischen Arbeit haben eine deutliche Rückwirkung auf das Selbstwertgefühl und die Persönlichkeitsfindung der Schüler. Die Integrationschancen der Jugendlichen in eine berufliche Ausbildung steigen spürbar.
Gleichzeitig ergibt sich für die Unternehmen die Chance, das durch die Praxisklassen gewonnene Potenzial an Nachwuchskräften für die eigenen Betriebe zu nutzen. Noch immer bilden Mittelschüler für viele Firmen eine wichtige Zielgruppe bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. In Zeiten, in denen Fachkräfte rar sind, können die Praxisklassen hier einen kleinen, aber wichtigen Beitrag leisten. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass die Bayerische Staatsregierung Ausbildungsbetriebe fördert, die Jugendliche nach Abschluss der Praxisklasse in ein Ausbildungsverhältnis übernehmen.

 

Im Landkreis Neu-Ulm werden Praxisklassen an der Uli-Wieland-Mittelschule Vöhringen und der Peter-Schöllhorn-Mittelschule Neu-Ulm-Mitte angeboten.

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IQuelle: Graphik Staatl Schulamt Nürnberg-Stadt

Ansprechpartnerin: 

Silvia Wawra, Schulamtsdirektorin,

Tel. 0731-0948413, Mail: wawra.schulamt@lra.neu-ulm.de